Loxone ist ein Smart-Home-System mit einem Miniserver, der meist im Sicherungsschrank verbaut wird.
Die Loxone-Systeme ermöglichen neben umfangreicher Gebäudeautomation in modernen Hotels und Apartmenthäusern eine vollautomatisierte und flexible Zutrittskontrolle. In der Schnittstelle wird zwischen der igumbi Hotelsoftware auf zeitlich begrenzte Zugangscodes (KeyCodes) statt NFC-Karten oder herunterladbaren App-basierten Zugängen gesetzt.
KeyCodes bzw. Zugangscodes lassen sich automatisch aus der igumbi Hotelsoftware mit E-Mail-Vorlagen per Automailer vor dem Check-In verschicken. Die Lösung ist komfortabel und reduziert den Personalaufwand beim Check-in der Gäste.
Im Zusammenspiel mit dem online Gästeblatt und Zahlungsabläufen (Buchungstool sowie Portalbuchungen) lassen sich die Abläufe rund um den Check-In automatisieren.
Welche Hardware/Schlösser können mit Loxone genutzt werden?
Es gibt Panele für die Eingabe der 4-stelligen KeyCodes vor der Tür (an der Wand) https://shop.loxone.com/enen/categories/controls?tags=All
Die Loxone-Panele vor der Zimmertür steuern die Schlösser/ Smartlocks an der Tür bzw. im Türrahmen an:
- Nuki (Go, Pro & Ultra)
- Tedee (Go & Pro)
- Hörmann (SmartKey oder BiSecur)
Schüco (Schüco DCS SmartTouch)
Nuki-Schlösser können über die Nuki-Bridge angesprochen werden, bzw. der Loxone-Miniserver kann den Auftrag zur Türöffnung erstellen, der dann über die Nuki-Bridge an das Schloss weitergereicht wird.
- Es können Tür-Relais-Systeme (im Türstock) angesprochen werden.
Es gibt noch andere Varianten, die hier nicht aufgelistet sind. Loxone hat eine Menge Adapter, z.B. für Protokolle wie KNX.
Voraussetzungen für die Loxone-Anbindung an die igumbi Hotelsoftware
- Ihr Betrieb nutzt einen Loxone-Miniserver.
- Ein Systembenutzer ist für die Hotelsoftware / das PMS (Property Management System), also igumbi, im Loxone Miniserver angelegt.
- Der Loxone-Miniserver ist über das Internet erreichbar (Firewall, Loxone dyndns).
- Die Zimmertüren und etwaige gemeinsam genutzte Türen (Common Doors) sind im Loxone-System in einer Gruppe je Zimmer angelegt, das für Gäste relevant ist.
- Die jeweiligen NFC Touch Keypads sind in die jeweiligen Gruppen der Zimmerzugänge eingebunden.
Beispiel der Benutzergruppe für Zimmer 18
{
"description" => "Benutzergruppe 18",
"type" => 0,
"uuid" => "1e4588d7-047d-dbb1-ffdfad571864a04d2",
"userRights" => 0,
"name" => "Benutzergruppe 18"
}
Setup in igumbi und Miniserver verbinden
Diese Methoden werden eingesetzt um den Loxone Server zu verbinden
get_url: Den aktuellen Status des Loxone-Miniservers abfragen – Die aktuelle IP-Adresse und der Port werden zurückgegeben. Die IP-Adresse bleibt eher statisch, der Port ändert sich jedoch sehr häufig - fast minütlich. Daher wird vor jedem Aufruf der aktuelle URL abgerufen
get_grouplist: Die angelegten Benutzergruppen werden abgefragt – In der Hotelsoftware wird die Gruppe mit den Zimmertüren gespeichert.
Gemeinsam genutzte Türen, die auch den KeyCode nutzen sollen, werden über die Loxone-Benutzergruppen dargestellt. Eine extra Konfiguration der gemeinsamen Türen ist in der igumbi Hotelsoftware daher nicht notwendig.
Gäste-Zugänge verwalten
Gäste bekommen einen Zugangscode (KeyCode), der auf den Zeitraum des Aufenthalts beschränkt ist. Der 4-Stellige Code wird in der igumbi Hotelsoftware generiert und an den Loxone-Miniserver geschickt.
- get_userlist: Angelegte Gäste/Benutzer abfragen.
- user_create: Gäste-Benutzer hinzufügen mit An- und Abreise-Datum und Uhrzeit. Der Betrieb legt eine Standard-Anreisezeit fest (typisch 15:00) und eine Abreisezeit (typisch 11:00). Dazwischen hat das Housekeeping ein Zeitfenster, in dem ungestört gearbeitet werden kann.
- user_delete: Gäste-Benutzer nach der Abreise löschen.
- user_modify: Könnte user_create zum Ändern (Verlängern von Reservierungen) genutzt werden.
- Zimmerumzug/Umlegen am Belegungsplan.
Details zum Anlegen der Benutzer am Loxone-Server
Jede Zimmerzuteilung bekommt in igumbi einen Accesscode, der an der Reservierung hängt. Dieser wird einer Benutzergruppe (aus der Grouplist) zugeordnet.
- userRights bezieht sich auf die Rechte des Benutzers im Loxone-System.
- userState 4 bedeutet, dass der Zugang zwischen validFrom und validTo genutzt werden kann. Also Ankunftsdatum und Abreisedatum kombiniert mit der Check-In und Check-Out Zeit.
- keyCodes (4-stellig) werden dem Zugang eingespielt.
- Im "name"-Feld wird ein Wert mit dem Muster "K18-3004-0105-AGruber" eingetragen: KeyCode für Zimmer 18, 30.4.2025 - 1.5.2025 Anna Gruber.
- Im "desc"-Feld wird ein Wert mit dem Muster "1256301-Booking:1465465466" eingetragen, als Referenz auf die igumbi Buchungsnummer (1256301) und ggf. einer Portalbuchungsnummer (1465465466 von Booking.com).
- valid_from und valid_until: Zugang ab Check-In-Zeit (Anreisedatum + Check-In Zeit) oder, falls danach, aktuelle Zeit und definierte Check-Out-Zeit (Abreise-Datum + Check-Out Zeit).
Die expirationAction ist auf Löschen gesetzt. Das bedeutet, dass die Zugänge automatisch aus dem Loxone Server gelöscht werden.
Angelegte Loxone-Zugänge werden in der igumbi Datenbanktabelle "Loxoneaccesses" angelegt.
Verbinden von Loxone mit Nuki Smartlocks
Loxone steuert die Schlösser über die Nuki Bridge und die Bridge gibt - nach erfolgreicher Code-Eingabe - die Befehle zum Öffnen der Tür. Die Zugangscodes sind, anders als bei Nuki, nicht am Nuki Schloss angelegt sondern im Loxone-Server. Das macht die Lösung auch so interessant, weil die Erreichbarkeit des Schlosses via WLAN während der Code-Erstellung nicht mehr relevant ist.
Der Loxone Server ist stabil mit einer verkabelten Internetverbindung angebunden. Hier ist die Nuki Architektur mit Nuki-Web, Bridge, WLAN vor Ort und Nuki Schloss oft nicht sehr stabil - je nach Topologie des WLAN Netzwerkes.